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Wie werden Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung kalkuliert?

Die Kalkulationen in der PKV erfolgt nach fest vorgeschriebenen gesetzlichen Vorgaben, welche jedes Versicherungsunternehmen einzuhalten haben.

Die Berechnung der Beiträge erfolgt immer unter der Annahme, dass die Berechnungsgrundlagen, welche bei Vertragsabschluss vorliegen, unverändert bleiben. So kann garantiert werden, dass die Beiträge im zunehmenden Alter nicht steigen.

Im Laufe der Jahre ändern sich z.B.: durch medizinischen Fortschritt, bzw. höhere Preise für Gesundheitsleistungen die Beiträge, da weder der medizinische Fortschritt noch die erhöhten Preise für Gesundheitsleistungen vom Unternehmen vorkalkuliert werden können. Außerdem besagen die gesetzlichen Vorschriften, dass die Versicherungsunternehmen Dies nicht dürfen.

Die erhöhten Kosten fließen erst nach Feststellung in die Kalkulation ein. Deshalb müssen die statistischen Daten im Laufe der Zeit immer wieder aktualisiert werden. Dabei werden die nach § 203 Abs. 2 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) die erforderlichen mit den kalkulierten Versicherungsleistungen verglichen.
Ergibt sich hierbei eine Abweichung aufgrund von mehr als 10% Kostensteigerung, sind die Versicherungsunternehmen verpflichtet die Beiträge für die Versichertengemeinschaft zu überprüfen und falls nötig anzupassen.

Es soll sichergestellt werden, dass die abgesicherten und zustehenden Leistungen auch in Zukunft erbracht werden können. Der Versicherungsschutz wird dynamisch ausgelegt, d.h.: dass die Versicherungsleistungen von Jahr zur Jahr mit den steigenden Preisen im Gesundheitswesen Mitsteigen.

Das Kostet natürlich Geld, aber falls der Ernstfall eintreten sollte, möchte man doch gut abgesichert sein. Der Gesetzgeber hat einen unabhängigen Treuhänder mit ins Boot gebracht, damit gewährleistet wird, dass jede Beitragsanpassungen nicht willkürlich vom Versicherer gemacht werden kann und außerdem, damit die gesetzlichen Vorschriften bei Beitragsanpassungen eingehalten werden.
Jede Beitragsanpassung darf nur durchgeführt werden, wenn sie nachweisbar und der Höhe nach notwendig ist. Der Treuhänder prüft im Interesse der Versicherten die Beitragsanpassung und stimmt dieser nur aufgrund nachgewiesener Notwendigkeit zu.

Beispiel aus dem Arneimittelbereich zum medizinischen Fortschritt:
Dank des medizinischen Fortschrittes wurde eine neue Wirkstoffklasse entwickelt, welche bei Behandlung von rheumatischer Arthritis zu tragen kommt. Dies ist natürlich für die betroffenen Patienten eine erfreuliche medizinische Entwicklung, die allerdings mit erhöhten Kosten verbunden ist. So kann dies sogar bis zu einer Verzehnfachung der bisherigen Therapiekosten führen.

Beispiel aus dem Krankenhausbereich zur allgemeinen Kostensteigerung:
Wird bei der Kalkulation der Beiträge z.B. ein täglicher Pflegesatz von 100 EUR berücksichtigt, können die Beiträge bei ansonsten gleichen Rahmenbedingungen unverändert bleiben. Steigt der Pflegesatz nun auf 150 EUR, muss bei einer Beitragskalkulation dies Berücksichtigt werden, damit der weiterhin der volle Krankenversicherungsschutz gewährleistet werden kann. Krankenhäuser, die Fallpauschalen anbieten, können diese ebenfalls anheben.

Die Alterrückstellung in der PKV

In der PKV arbeitet man nach dem so genannten „Anwartschaftsdeckungsverfahren“. Die PKV Unternehmen bilden so genannte Altersrückstellungen.

Dabei ist die Vorsorge, die die Unternehmen bilden unterschiedlich. Würde die gesetzliche Krankenversicherung so viel Beitragsrückstellungen bilden, wie die PKV, dann müssten sie ca. 600 Mrd. Euro benötigen.

Die Altersrückstellungen werden wie folgt genutzt:

Nehmen wir mal an Sie zahlen für Ihre PKV immer einen konstanten Beitrag. Der Beitrag in der PKV wird so kalkuliert, dass man in jüngeren Jahren oberhalb der durchschnittlichen Krankheitskosten liegt und in späteren Jahren dann unterhalb liegt. Der Beitragsanteil, welcher in den jüngeren Jahren nicht benötigt wird, wird zurückgelegt und verzinst.
Wenn jetzt die Krankheitskosten über dem gezahltem Beitrag liegen, wird die Differenz aus der Rückstellung finanziert. Die Kalkulation erfolgt nicht auf eine einzelne Person sondern auf die gesamte Versicherungsgemeinschaft in dem Krankenversicherungstarif.

Das Kalkulationssystem der PKV trifft eine Vorsorge für die im Alter steigende Inanspruchnahme von Gesundheitskosten. Z.B. benötigen 80-jährige Männer etwa 8 Mal so hohe Aufwendungen für Arzneimittel wie 40-Jährige. Auch die Inanspruchnahme von Krankenhausleistungen steigen zwischen dem 30en und den 80en Lebensjahr um das 10 bis 12fache.
Der Wechsel zu einem anderen PKV Unternehmen lohnt sich im Regelfall nicht, auf Grund von den Altersrückstellungen.

Die Gesetzliche Krankenversicherung arbeitet mit dem Umlageverfahren, d.h. die Beiträge die eingezahlt werden, werden auf die Personen ausgezahlt, welche eine Leistung benötigen (wie die gesetzliche Rentenversicherung). Es werden keinerlei Rückstellungen für das Alter gebildet. Da in den nächsten Jahrzehnten der Anteil alter Menschen an der Bevölkerung stark zunimmt, wird das Problem in der GKV noch größer. Die Folgen sind bereits jetzt schon spürbar und werden in Zukunft zu weiteren Beitragserhöhungen und Reduzierung der Leistung führen.

Seit dem 01.01.2009 zahlt der größte Teil der GKV-Versicherten einen höheren Beitrag. Zusammen mit dem Gesundheitsfonds ist der Einheitsbeitrag von 15,5% eingeführt worden. Der Höchstbeitrag von Rund 650 EUR ist seit der Einführung der GKV der höchste. Zusätzlich verlieren Selbstständige den Anspruch auf das Krankentagegeld.

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